Tiyanak
Tiyanak, das täuschende Vampir-Kind der philippinischen Folklore
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Philippinen(Philippinen)⇄ Kulturelle Varianten (2)
3 Wesen in der Linie
Ursprünge des Tiyanak in der Philippinischen Folklore
Der Tiyanak entsteht aus drei Haupttraditionen in der philippinischen Folklore. Die erste beschreibt die Seele eines Babys, das ohne katholische Taufe starb und gequält zurückkehrt, aufgrund des kolonialen Synkretismus zwischen dem sechzehnten und neunzehnten Jahrhundert. Die zweite Tradition erzählt von einer unfreiwilligen Abtreibung oder einem Ungeborenen, dessen Geist wiedergeboren werden möchte. Die dritte stellt ein deformiertes Kind eines Aswang oder Manananggal dar, das von der vampirischen Mutter im Wald ausgesetzt wurde. Diese Erzählungen spiegeln koloniale Ängste und indigene Überzeugungen über den Kindstod und übernatürliche Rache wider.
Aussehen und Kräfte des Tiyanak
Der Tiyanak besitzt eine verführerische Form eines perfekten menschlichen Säuglings von sechs bis zwölf Monaten mit kupferfarbener Haut dunklen Augen und untröstlichem Weinen in ein schmutziges Laken gewickelt. Wenn er aufgehoben wird enthüllt er seine wahre Gestalt mit leuchtend roten Augen einem vollständigen Gebiss überproportional scharfer Reißzähne gelblichen Krallen grauer leichenhafter Haut und einem boshaften Ausdruck. Seine Kräfte umfassen eine mimetische Stimme von Babyweinen die nicht zu unterscheiden ist überproportionale Stärke um Kehlen zu zerreißen übermenschliche Geschwindigkeit beim Angriff und infantiles Tarnverhalten das Reisende in Wäldern von Bicol Visayas und Luzon täuscht.
Geographie und Kulturelle Beziehungen des Tiyanak
Der Tiyanak bewohnt Wälder von Bicol Visayas und abgelegene ländliche Wege von Luzon sowie Dorffriedhöfe. Er wird mit dem Element Erde-Friedhof und der Farbe leichenhaftem Grau mit roten Augen assoziiert. Er unterhält kulturelle Variantenbeziehungen zum kürzlich verstorbenen Jiangshi und der japanischen Kosodate-Yurei beide mit gescheiterten Geburtskatastrophen verbunden. Seine Schwächen umfassen Kreuze Weihwasser und das Umdrehen von Kleidung. Philippinische Quellen dokumentieren diese Wesen in mündlichen Überlieferungen von Eugenio und Demetrio.
Relikte
🏺 schmutziges Laken
Symbolik
Element
erde-friedhof
Nummer
0
Farbe
kadaverfarbenes grau und augenrot
Tiere
aasfressender krähe
Siegel:
🏷️ Merkmale
Krafte
Schwachen
Verhalten
Resistenzen
🔗 Beziehungen zu anderen Wesen
🗺️Im Atlas
Reise durch die Herkunftswelt der Wesen und den Kosmos ihrer Dimensionen.
📜 Mythologien
Body of supernatural beliefs and narratives of the Philippine archipelago: syncretism among native Austronesian traditions, pre-colonial Sino-Malay influences, Hispanic Catholicism (1565-1898) and American modernity. Vampiric (aswang, manananggal, tiyanak), shapeshifters (tikbalang), tree giants (kapre) and nature spirits (engkanto, duwende).
Quellen
Philippinische Volksliteratur
Damiana Eugenio · 2001
Reihe von Anthologien der Folkloristin Damiana L. Eugenio, die als „Mutter der philippinischen Folklore" gilt. Sie sammelt und ordnet Mythen, Legenden und Volkserzählungen der Philippinen und ist eine Referenzquelle zu deren Gottheiten, Geistern und Kreaturen.
Enzyklopädie der philippinischen Mythologie
Francisco Demetrio · 1991
Nachschlagewerk des Jesuiten und Anthropologen Francisco R. Demetrio über die Volksglauben der Philippinen. Es sammelt und systematisiert Mythen, Rituale und Wesen der philippinischen Folklore und wird in der Erforschung ihrer Mythologie vielfach zitiert.
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