Aswang
Aswang, nachtaktive Gestaltwandler-Hexe der philippinischen Folklore
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Philippinen(Philippinen)⇄ Kulturelle Varianten (2)
3 Wesen in der Linie
Ursprünge des philippinischen Aswang
Der Aswang entsteht, wenn eine menschliche Frau das schwarze Geschenk durch einen übernatürlichen Pakt oder matrilineare Vererbung erhält. Die Übertragung erfolgt, wenn der ältere Aswang Speichel oder einen schwarzen Wurm an seine Nachfolgerin weitergibt, bevor er stirbt. Ohne Nachfolgerin kann der Aswang nicht in Frieden sterben und windet sich tagelang, bis der Körper zerfällt. Diese matrilineare Kette sichert die Kontinuität der vampirischen Macht in entlegenen Dörfern von Visayas und Mindanao.
Kräfte und Schwächen des Aswang
Der Aswang besitzt eine vollständige Gestaltwandlung zwischen seiner menschlichen Tageserscheinung und nächtlichen Formen wie schwarzem Schwein, magerem Hund, riesigem Vogel oder buckliger Hyäne. Seine Rüsselszunge erstreckt sich bis zu einem Meter, um Blut durch den Nabel schwangerer Frauen oder durch Palmdächer zu saugen. Er erkennt Schwangere kilometerweit dank seines übernatürlichen Geruchssinns und fliegt in Vogelvarianten. Schwachstellen umfassen Salz, Essig, Knoblauch, Weihwasser und von katholischen Priestern gesegnete Betelblätter.
Tägliches und enthülltes Erscheinungsbild des Aswang
Tagsüber erscheint der Aswang als normale schlanke philippinische Frau mit eingesunkenen Augen und diskreter Miene. Bei Enthüllung nimmt seine Haut einen rötlich-grauen Ton an mit schwarzen Haaren auf Rücken und Nacken, leuchtend gelb-roten Augen, sichtbarer Rüsselszunge und krallenartigen Nägeln. In Vogelgestalt zeigt er den Körper einer alten Frau mit zwei Meter Spannweite Rabenflügeln und zerzaustem Haar. Sein Schatten windet sich gegen das Feuerlicht und bestätigt seine monströse Natur.
Relikte
🏺 Gabentransmissionswurm
🏺 gesegneter Buyo
Symbolik
Element
dunkle-erde, nacht
Nummer
13
Farbe
oxid-rot und schwarz
Tiere
schwarzes schwein, magerer hund, riesenkrähe, bucklige hyäne
Siegel:
🏷️ Merkmale
Krafte
Schwachen
Verhalten
Resistenzen
🔗 Beziehungen zu anderen Wesen
🗺️Im Atlas
Reise durch die Herkunftswelt der Wesen und den Kosmos ihrer Dimensionen.
📜 Mythologien
Body of supernatural beliefs and narratives of the Philippine archipelago: syncretism among native Austronesian traditions, pre-colonial Sino-Malay influences, Hispanic Catholicism (1565-1898) and American modernity. Vampiric (aswang, manananggal, tiyanak), shapeshifters (tikbalang), tree giants (kapre) and nature spirits (engkanto, duwende).
Quellen
Philippinische Volksliteratur
Damiana Eugenio · 2001
Reihe von Anthologien der Folkloristin Damiana L. Eugenio, die als „Mutter der philippinischen Folklore" gilt. Sie sammelt und ordnet Mythen, Legenden und Volkserzählungen der Philippinen und ist eine Referenzquelle zu deren Gottheiten, Geistern und Kreaturen.
Enzyklopädie der philippinischen Mythologie
Francisco Demetrio · 1991
Nachschlagewerk des Jesuiten und Anthropologen Francisco R. Demetrio über die Volksglauben der Philippinen. Es sammelt und systematisiert Mythen, Rituale und Wesen der philippinischen Folklore und wird in der Erforschung ihrer Mythologie vielfach zitiert.
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