Asherah
Asherah, Gemahlin Els und Mutter der siebzig Götter im kanaanäischen Pantheon
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Israel(Israel)
Mesopotamien(Irak)⇄ Kulturelle Varianten (1)
Mythische Ursprünge von Asherah
Asherah oder Athirat ist die Gemahlin des obersten kanaanäischen Gottes El in den ugaritischen Texten des zweiten Jahrtausends v. u. Z. aus dem vierzehnten Jahrhundert v. u. Z. Muttergöttin Herrin des Meeres und Mutter der siebzig Götter des kanaanäischen Pantheons dargestellt mit einem stilisierten Baum bekannt als asherah-pole verehrt an heiligen Höhenstätten im gesamten alten Levante. Im ersten Jahrtausend v. u. Z. vermischt sich ihr Kult fortschreitend mit dem von Astarte und bildet den Synkretismus Ashtoreth gemäß Erwähnungen in 1 Könige 11:5 und 11:33. Die josianische Reform des siebten Jahrhunderts v. u. Z. beschrieben in 2 Könige 23:4-7 zerstört ihre heiligen Pfähle im Tempel von Jerusalem und die spätere rabbinische Tradition dämonisiert Ashtoreth als Astaroth einen männlichen Dämon der ihre Attribute umkehrt indem er den heiligen Baum in ein infernales Emblem und die Fruchtbarkeit in Wollust verwandelt.
Mächte und Erscheinung von Asherah
Die Mächte Asherahs umfassen die Anrufung von Regen und Tau landwirtschaftliche und menschliche Fruchtbarkeit die Bewachung der heiligen Höhenstätten die Herrschaft über die siebzig untergeordneten Götter des kanaanäischen Pantheons und die Verwandlung zwischen einer größeren menschlichen Form der königlichen Matriarchin und einer heiligen Baumform. Ihr Aussehen ist das einer kanaanäischen Frau unbestimmbaren reifen Alters zwischen vierzig und sechzig scheinbaren Jahren je nach Licht mit einer Tunika aus Rohleinen bestickt mit Goldfäden pflanzlichen Motiven hoher ugaritischer Frisur mit Kupferdiadem Silberarmbändern Ledersandalen und einer lebenden Tamariskenzweig haltend. Ihre tief olivgrünen Iris zeigen eine leicht verlängerte Pupille nur in der Dämmerung sichtbar mit unerschütterlichem Aspekt und angestammter Gelassenheit.
Symbolik Beziehungen und Vermächtnis von Asherah
Die Symbolik Asherahs umfasst den heiligen Pfahl asherah-pole den stilisierten Baum vom Typ Palme oder Tamariske den Löwen assoziiertes Tier in syro-palästinischer Ikonographie das Kupferdiadem pflanzliche Goldfäden im Gewebe und zwei verschlungene Schlangen wiederkehrendes Motiv in archäologischen Asherah-Figurinen. Sie steht in Beziehung zu Astaroth als Transformationsziel mit Astarte als Gefährtin beider weiblichen kanaanäischen Göttinnen die sich in späten Traditionen synkretisieren und in Astaroth konvergieren und mit Baal-Hadad als Variante beider oberster Figuren des kanaanäischen Pantheons. Als schützende Matriarchin des Levante vor dem josianischen Monotheismus dauerte ihr Kult etwa vierzehn Jahrhunderte von Ugarit bis zur nachexilischen Diaspora verbunden mit Hebammen landwirtschaftlicher Fruchtbarkeit und Heimatschutz in Ugarit Tyrus Sidon heiligen Höhenstätten Israels Judas und Ägypten synkretisiert als Qudshu.
Relikte
🏺 Lebender Tamariskenzweig
🏺 Kupferdiadem
Symbolik
Element
Wasser Yang
Nummer
70
Farbe
Olivgrün
Tiere
Syrisch-palästinensischer Löwe, Zwei verschlungene Schlangen, Botentauben
Siegel:
🏷️ Merkmale
Krafte
Schwachen
Verhalten
Resistenzen
🔗 Beziehungen zu anderen Wesen
Verbündeter von
Asherah und Astarte sind beide kanaanäische weibliche Göttinnen, die sich in späten Traditionen synkretisieren und in Astaroth konvergieren.
Kulturelle Variante von
Asherah verwandelte sich durch Synkretismus mit Astarte in Astaroth in späten Traditionen.
🗺️Im Atlas
Reise durch die Herkunftswelt der Wesen und den Kosmos ihrer Dimensionen.
📜 Mythologien
Götter wie Baal und Astarte aus altem Kanaan.
Quellen
Buch Ezechiel
Ezequiel ben Buzi (atribuido) · c. 593-571 a.C.
Das Buch Ezechiel ist eines der großen Prophetenbücher des Alten Testaments, das Visionen und Prophezeiungen des Propheten Hesekiel während des babylonischen Exils berichtet, einschließlich des göttlichen Wagens, des Tales der trockenen Knochen und des zukünftigen Tempels.
Kanaanäische Mythologie von Mark S. Smith
Mark S. Smith · 2002
Studie des Bibelwissenschaftlers Mark S. Smith zur kanaanäischen Religion auf Grundlage der ugaritischen Texte. Sie analysiert das Pantheon von El und Baal und ihren Einfluss auf die Hebräische Bibel und ist ein Standardwerk über die Gottheiten der antiken Levante.
Ugaritische Texte
Unknown scribes · 1400-1200 BCE
Sammlung von Keilschrifttafeln aus Ugarit (heutiges Syrien), geschrieben um 1400-1200 v. Chr. Sie dokumentieren die kanaanäische Mythologie – den Baal-Zyklus, seinen Kampf gegen den Drachen Lotan (Leviatan) und das Pantheon Els – Grundlage vieler Wesen der antiken Levante.
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